CFB Fonds 168 Twins 2 - Wurden Anleger getäuscht?

Falschberatung durch Dresdner Bank und Prospektfehler

Fast 59 Mio. € Eigenkapital haben Kunden der Dresdner Bank AG im Jahr 2008 in den CFB Fonds 168 Twins 2 investiert. Sie beteiligten sich damit an der MS "Nedlloyd Marita" und der MS "Maersk Nottingham", zwei 2.556 TEU Vollcontainerschiffen der Sub-Panamax-Klasse. Die im Jahr 2002 bestellten und um den Jahreswechsel 2003/2004 ausgelieferten Schiffe gehörten zuvor dem CFB-Fonds 146, der die Schiffe laut Prospekt für jeweils rund 27,5 Mio. USD erworben hatte. An den CFB Fonds 168 wurden die zwischenzeitlich rund vier Jahre alten Schiffe, wie dem Fondsprospekt zu entnehmen ist, für 41,75 Mio. USD verkauft.

Ein Gewinn von 162,5% für den veräußernden Fonds, der nur dadurch möglich wurde, dass die Schiffspreise sich 2007 in einer Hochphase befanden. Für den verkaufenden Fonds und seine Anleger ein Bombengeschäft. Auch die Commerzbank-Tochter CFB profitierte davon in Form von satten Vergütungen für die Neuauflage des Fonds. Ebenso die Dresdner Bank, die für den Vertrieb des Fonds hohe Provisionen eingenommen hat.

Schiffe überteuert eingekauft

Der Prospekt des CFB-Fonds 146 warb die Anleger mit den "historisch niedrigen Niveau der Einstandspreise für Containerschiffsneubauten". Davon, das sich die Schiffspreise im Jahr 2007, als der CFB Fonds 168 Twins 2 sie erwarb, in einer Phase historisch hoher Preise befand, ist im Prospekt nicht die Rede. Vielmehr wird ein Wertgutachten zitiert, in dem die Kaufpreise der Schiffe als "marktgerecht bis günstig" bezeichnet wurden.

Was den Anlegern verschwiegen wurde: Der Schiffskaufpreis orientiert sich im Wesentlichen an der zum Kaufzeitpunkt erzielbaren Charterraten. In den Jahren 2003 - 2008 war ein weit überdurchschnittlicher, völlig außergewöhnlicher Anstieg der Charterraten und damit auch der Schiffspreise zu verzeichnen ...Zum vollständigen Artikel


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