Whistleblowing

Whistleblowing-Systeme sind von Unternehmen angebotene Meldewege, die zur Entdeckung und Bekämpfung von Verstößen gegen externe und interne Verhaltensvorschriften im Unternehmen dienen. Dabei sollen Personen (in der Regel Mitarbeiter) dem Arbeitgeber solche Verhaltensverstöße melden.

Grundsätzliches zum Whistleblowing

Der Begriff Whistleblowing wurde vor allem im Zusammenhang mit dem US-amerikanischen “Sarbanes-Oxley Act” bekannt. Danach müssen an der US-Börse gelistete Unternehmen ein internes Verfahren einrichten, über welches Mitarbeiter Fehlverhalten melden können („Whistleblowing“). Diese Verpflichtungen schlagen dann ggf. auch auf deren europäische Tochter- oder Dienstleistungsunternehmen durch.

Über interne Verhaltensvorschriften (“Code of Conduct“) versuchen Unternehmen, die eigenen Mitarbeiter für verbotenes Verhalten zu sensibilisieren und zu einem gesetzeskonformen und internen Regeln entsprechenden Verhalten zu motivieren.

Zu meldende Verstöße gegen Verhaltensvorschriften betreffen somit vor allem

  • Straftatbestände zum Nachteil des Unternehmens (insbesondere Betrug und Fehlverhalten in Bezug auf die Rechnungslegung sowie interne Rechnungslegungskontrollen, Wirtschaftsprüfungsdelikte, Korruption, Banken- und Finanzkriminalität sowie verbotene Insidergeschäfte),
  • Menschenrechte (z.B. Ausnutzung günstiger Produktionsbedingungen im Ausland durch in Kauf genommene Kinderarbeit) oder Umweltschutzbelange,
  • Interne sonstige Ethikregeln.

Neben datenschutzrechtlichen Aspekten sind vor allem betriebsverfassungsrechtliche Mitbestimmungsrechte von Betriebsräten zu beachten.

Whistleblowing und Datenschutz

Bei der Angabe von Verstöße gegen Verhaltensregeln werden – je nach Ausgestaltung des Meldesystems – zu der Beschreibung des Verstoßes ggf ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK