Recht am eigenen Bild

von André Stämmler

Egal ob im Bereich der professionellen Fotografie, bei Aufnahmen im Urlaub, Schnappschüssen auf einer Party oder Videoaufnahmen; sobald Personen auf den Bildern erkennbar sind, taucht die Frage nach dem Recht am eigenen Bild auf.

Recht am eigenen Bild - Einführung

Das Recht am eigenen Bild ist eine Ausprägung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts aus Art. 2 I GG i.V.m Art. 1 I GG. Eine einfachgesetzliche Ausprägung des Rechts am eigenen Bild ist heute in § 22 KuG normiert und regelt eigentlich die Frage ob Fotos oder andere Bildnisse (z.B. Videoaufnahmen) der eigenen Person verbreitet oder sonst öffentlich zugänglich gemacht werden dürfen.

Das Recht am eigenen Bild reicht jedoch nicht grenzenlos und kann zum Beispiel seine Grenzen in der Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit finden. So kommt es immer wieder zu Rechtsstreitigkeiten mit der Frage, ob die Veröffentlichung eines Fotos rechtmäßig war oder nicht. Hierbei müssen unter Umständen das Recht am eigenen Bild der abgebildeten Person und gegebenenfalls die Pressefreiheit der Zeitschrift die das Foto veröffentlicht hat miteinander abgewogen werden.

Fotografieren

Das Recht am eigenen Bild ist grundsätzlich nur maßgeblich für die Frage ob ein Bild verbreitet oder öffentlich zugänglich gemacht werden darf. Der Akt des eigentlichen Fotografierens bzw. Aufnehmens berührt damit grundsätzlich noch nicht das Recht am eigenen Bild. Man kann also sagen, dass die Ablichtung einer Person grundsätzlich erst einmal erlaubt ist. Hiervon gibt es jedoch einige Ausnahmen. Danach ist bereits das Fotografieren nicht erlaubt, wenn durch die Aufname:

  • in die Intimsphäre des Abgebildeten eingegriffen wird. Dies stellt gegebenenfalls ein Straftatbestand (§ 201a StGB) dar ...
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