Übersinnliches ist kein Gemeingut Jesus’ Schreibkraft genießt Urheberschutz

von Clemens Sandmeier

Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt 13.05.2014 – 11 U 62/13

Das Urheberrecht für einen Text gilt auch dann, wenn der Verfasser diesen an-geblich in Wachträumen empfangen und nur aufgeschrieben hat. Das hat das OLGFrankfurt entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts bestätigt (Az.: 11 U 62/13). In dem Fall geht es um den Text einer US-amerikanischen Professorin für klinische Psychiatrie aus dem Jahr 1975. Die Frau hatte zu ihren Lebzeiten an-gegeben, eine innere Stimme, die sie als Jesus von Nazareth identifizierte, habe ihr den Text in aktiven Wachträumen eingegeben. Sie habe die Worte dann mit zu Papier gebracht.

Den Text veröffentlichte sie später zusammen mit einem anderen Professor als Buch unter dem Titel “A Course in Miracles“, zunächst ohne Autorenangabe. Popularität erlangte vor allem eine spätere, überarbeitete Ausgabe, die auch zum ameri-kanischen Copyright-Register angemeldet wurde. Laut Angaben der Stiftung, die die Rechte daran hält, verkaufte sich das Buch seit 1976 rund 2,5 Millionen Mal und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt ...

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