Telefonische Nachfrage zur Kundenzufriedenheit nur nach Einwilligung

Telefonische Kundenbefragungen über die Zufriedenheit mit den Leistungen eines Telefonanbieters sind Werbeanrufe, die nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Kunden zulässig sind. Das hat das OLG Köln nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) entschieden. Der Sachverhalt

Der Telefonkunde beanstandete telefonisch bei seinem Telefonanbieter, dass von seinem Privatanschluss geführte Verbindungen wiederholt abgebrochen seien. Der Telefonanbieter führte daraufhin Entstörungsmaßnahmen zur Behebung des technischen Problems durch.

Einige Tage später nahm die Mitarbeiterin eines Marktforschungsunternehmens mit dem Telefonkunden ohne dessen Initiative oder vorheriges Einverständnis fernmündlich Kontakt auf. Diese teilte dem Telefonkunden mit, sie rufe im Auftrag seines Telefonanbieters an, und entgegnete auf den Einwand des Angerufenen, er wünsche keine Werbeanrufe, Zweck des Anrufs sei keine Werbung, sondern eine Befragung.

Das Urteil des Oberlandesgerichts Köln (Az. 6 U 222/12)

Telefonische Kundenbefragungen über die Zufriedenheit mit den Leistungen eines Anbieters sind Werbeanrufe, die nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Kunden zulässig sind. Das gilt auch dann, wenn der Anruf anlässlich einer Kundenreklamation erfolgt.

Unzulässiger Werbeanruf

Mit dem Anruf sollte nicht nur nachgefragt werden, ob der Telefonanschluss wieder fehlerfrei funktioniert ...

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