Die neuen Bestimmungen zum Verbraucherrecht und ihre Folgen für die Baupraxis

Mit dem neuen Gesetz zur Umsetzung der EU-Verbraucherrechtlinie, dass am 13. Juni 2014 in Kraft getreten ist, wurden einzelne Bestimmungen im BGB geändert, die auch für den Abschluss von Bauverträgen Bedeutung haben, soweit der Vertragspartner des Unternehmers ein sogenannter Verbraucher ist. Hierzu das Wichtigste:

1. Widerrufsrecht

1.1 Dem Verbraucher steht ab Juni 2014 grundsätzlich dann ein 14-tätiges Widerrufsrecht des Vertrags vor, wenn er ohne ausreichende Bedenkzeit einen Vertrag mit einem Unternehmer abschließt. Dies allerdings nur, wenn der Vertrag außerhalb der Geschäfts bzw. Büroräume des Unternehmers geschlossen wird.
Beispiel: Der Bauvertrag wird in der Wohnung des Auftraggebers geschlossen. In diesem Fall muss der Unternehmer den Verbraucher vollständig und ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehren.

1.2 Ein Widerrufsrecht besteht nicht, wenn der Verbraucher ausreichend Zeit hatte, den Vertragsschluss zu überdenken, wenn er also entweder freiwillig die Geschäfts – oder Büroräume zum Vertragsschluss aufsucht oder wenn der Vertrag nach einem Termin in der Privatwohnung des Verbrauchers anschließend per Telefon, Fax, E-Mail oder Post zustande kommt.
Beispiel: Nach dem persönlichen Gespräch in der Wohnung des Kunden schickt der Unternehmer dem Verbraucher ein Kostenangebot, das dieser annimmt. Hier besteht kein Widerrufsrecht.

2 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK