Lärmschwerhörigkeit durch Arbeit im Fünf-Sterne-Hotel?

von Thorsten Blaufelder

Im Empfangsbereich eines Fünf-Sterne-Hotels herrscht nur mäßiger Lärm. Es ist jedenfalls nicht so laut, dass einem dort beschäftigten Arbeitnehmer seine Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit anzuerkennen ist, wie das Sozialgericht (SG) Karlsruhe in einem am Donnerstag, 05.06.2014, veröffentlichten Urteil entschied (AZ: S 4 U 1091/12).

Der heute 51-jährige Kläger wurde 1980 bis 1983 als Empfangsmitarbeiter in Hotels ausgebildet und arbeitete seit 1989 als „Concierge“ am Empfang eines internationalen Fünf-Sterne-Hotels.

2007 war er über sieben Monate lang arbeitsunfähig krank. Sein HNO-Arzt stellte Ohrgeräusche (Tinnitus), ein vermindertes Hörvermögen bei höheren Frequenzen sowie eine krankhafte Überempfindlichkeit gegen Geräusche fest. Dafür machte der Arzt die „Lärmeinwirkung des Betriebs (Hotelhalle)“ mitverantwortlich. Seinen Beruf am Empfang könne der Mann daher nicht mehr ausüben ...

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