Fahruntüchtig auf der Pferdekutsche

von J. Jansen

Hallo liebe Leser,


zum Wiedereinsteig in den Blog präsentiere ich einen Artikel zur Straftat der "Trunkenheit im Verkehr" nach § 316 StGB. Dieses Delikt ist leider allzu weit verbreitet - wie wohl jeder von uns hin und wieder feststellen kann und muss.


Trunkenheit im Verkehr ist dann gegeben, wenn eine Person im Verkehr ein Fahrzeug führt und sie dabei wegen des Genusses berauschender Mittel - wie Alkohol oder anderer Drogen - nicht mehr in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen. Es kommt also besonders darauf an, ob eine so genannte Fahruntüchtigkeit bestand.


Fahruntüchtigkeit wiederum wird unterteilt in die relative und die absolute Fahruntüchtigkeit. Relativ fahruntüchtig ist, wer eine Alkoholkonzentration im Blut (BAK) von mindestens 0,3 Promille (‰) aufweist und bei dem Ausfallerscheinungen auftreten (so genanntes "Beweisanzeichen" für Fahruntüchtigkeit). Ausfallerscheinungen sind individuell und können sein: Fahren von Schlangenlinien, Torkeln, Lallen usw. Absolut Fahruntüchtig ist ein Fahrer eines KFZ ab einer BAK von 1,1‰; ein Radfahrer erst ab 1,6‰.


Das OLG Oldenburg hatte am 24.02.2014 zu entscheiden, wo die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit für den Fahrer einer Kutsche, die von zwei Pferden gezogen wird, angesetzt werden kann. Der Kutscher hatte in dem zu entscheidenden Fall nachweislich mehr als eineinhalb Stunden nach seiner Fahrt immer noch eine BAK von stattlichen 1,98‰. Ausfallerscheinungen gab es jedoch nicht ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK