Digitalisierung verwaister Werke vor Gericht

Nicht so enthusiastisch wie das Untergericht ist der Revisionsbeschluss vom 10. Juni 2014 in Authors Guild, Inc. v. HathiTrust, der den Fair Use in der Digitalisierung von Büchern aus Uni-Bibliotheken behandelt. Google bearbeitet die Bücher und behält eine Kopie, doch die Werke gehören den Universitäten, die sie lediglich auf zweierlei Weise anbieten: 1) Lesebehinderte erhielten Zugang zu den Digitalkopien; 2) Forscher dürfen Wortsuchen vornehmen und finden Fundstellen, jedoch keine Texte.

Der Hathi-Fall und der Google-Fall sind bereits in Kommunikation & Recht unter Licht in der Grauzone: Google Books, KUR 2014, 15, samt der ausführlichen Darstellung der Vorausetzungen von Fair Use nach 17 USC §107 beschrieben. Beide Untergerichte überschlugen sich fast im Lob für die transformierende Wirkung der Digitalisierung. Das Bundesberufungsgericht des zweiten Bezirks der USA in New York City geht jedoch diese Merkmale vorsichtiger an:

Transformierung durch Steigerung des Wertes für Leser reicht nicht ...Zum vollständigen Artikel

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