Digitale Schulen und Datenschutz

von Dr. Christine Payer

Viele Schulleiter, Lehrer und Schüler wünschen sich den verstärkten Einsatz neuer Medien im Schulunterricht, d.h. mobile Endgeräte für jeden Schüler und digitale Schulbücher, aber v.a. auch die Verschmelzung von Unterricht und Internet. Die Bedenken liegen im Datenschutz: Wie wird mit den personenbezogenen Daten der Schüler umgegangen? Eine Frage, die für Internetnutzer täglich in der Presse diskutiert wird und die im Zusammenhang mit der digitalen Schule an Brisanz gewinnt, weil die minderjährigen Schüler besonders schutzwürdig sind.

Die digitale Schule fördert die Medienkompetenz der Schüler und zukünftigen Leistungsträger. Die große Koalition hat im Koalitionsvertrag festgeschrieben, eine „Strategie `Digitales Lernen´, die die Chancen der neuen Medien für gute Bildung entschlossen nutzt, zu entwickeln und umzusetzen.“ Auf Deutschlands größter Bildungsmesse, der didacta, welche dieses Jahr in Stuttgart ihre Tore öffnete, war ein Ausstellungssaal den Neuen Technologien allein gewidmet. Viele hoffen auf das vollvernetzte Klassenzimmer, in dem jeder Schüler mit einem Notebook und der Lehrer mit einer digitalen Tafel (Smart Board/ Touch-Tafel) ausgestattet ist. Das sei Lernen im 21. Jahrhundert. Aber wie ist es um den Datenschutz bestellt?

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Der Kultusminister von Baden-Württemberg, Andreas Stoch (SPD), hat den Einsatz sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google+ zur dienstlichen Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern untersagt. Dies wird damit begründet, dass die Anbieter dieser Dienste mit Servern außerhalb der EU arbeiten, auf welche die Daten übertragen werden. Das Datenschutzniveau sei aber beispielsweise in den USA nicht dem hiesigen angemessen.

Die internationalen IT-Konzerne und viele andere Anbieter bieten aber auch ganz andere Dienste für das Bildungswesen an ...

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