Aussetzung eines Abstammungsverfahrens

§ 1598a Abs. 3 BGB stellt klar, dass das Gericht das Verfahren aussetzen muss, wenn und solange das Wohl des Kindes durch die Klärung der Abstammung erheblich beeinträchtigt ist. Das OLG Koblenz hat mit Beschluss vom 21.06.2013 im Verfahren 13 WF 522/13 hierzu nun ausgeführt, wann eine Kindeswohlgefährdung vorliegen könnte. Die Härte, die der Verlust des rechtlichen Vaters mit sich bringen könnte, reicht hierfür nicht aus. Auch psychische Beeinträchtigungen, die sich ohnehin kaum vermeiden lassen, sind nach Auffassung des Gerichts hinzunehmen. Es muss sich daher um außergewöhnliche Umstände handeln, die atypische, besonders schwerwiegende Folgen für das Kind auslösen. Stets muss hierbei die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts im Auge behalten werden. In der Leitentscheidung BVerfG FamRZ 2007, 441 steht, dass grundsätzlich den Interessen des Klärungsberechtigten der Vorrang vor den gegebenenfalls anderslautenden Interessen des Kindes einzuräumen sei. Dadurch wird deutlich, dass es sich nur um besondere Ausnahmesituationen handeln kann, in denen Kindesinteressen entgegenstehen können ...Zum vollständigen Artikel


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