Kämpfe eines Kirchenmusikers

Ein Kirchenmusiker einer katholischen Kirchengemeinde erhielt von dieser eine Kündigung des Arbeitsverhältnis zum 31.03.1998 mit der Begründung, der noch verheiratete Kirchenmusiker unterhalte nach Trennung von seiner Ehefrau eine außereheliche Beziehung. Die Ehe des Kirchenmusikers wurde im August 1998 geschieden.

Die Kündigungsschutzklage des Kirchenmusikers hatte vor dem Landesarbeitsgericht Düsseldorf keinen Erfolg. Die Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesarbeitsgericht (BAG) blieb im Jahr 2000 ebenso ohne Erfolg wie dessen Verfassungsbeschwerde im Jahr 2002. Auf die Individualbeschwerde des Kirchenmusikers vom 11.01.2003 zum EGMR entschied dieser am 23.09.2010, dass die Beschwerde zulässig und dass Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verletzt ist. Art. 8 EMRK schützt das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens.

Die vom Kirchenmusiker angestrengte Wiederaufnahme des ursprünglichen Kündigungsschutzverfahrens blieb vor dem BAG erfolglos.

Mit Urteil vom 28.06.2012 sprach der EGMR dem Kirchenmusiker eine Entschädigung von 40.000 Euro wegen Verletzung von Art. 8 EMRK zu.

Die vom Kirchenmusiker begehrte Wiedereinstellung bei der Kirchengemeinde zum 23.09 ...Zum vollständigen Artikel


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