Berichterstattung über Prominentenkinder?

Der Bundesgerichtshof hatte die Frage zu entscheiden, ob die Presse im Rahmen ihrer Berichterstattung den Namen und das Verwandtschaftsverhältnis von Kindern eines Prominenten nennen darf oder ob dies das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Kindes verletzt.

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In dem zugrundeliegenden Fall hatte die Zeitschrift „Frau im Spiegel“ einen Bericht über den bekannten Fernsehmoderator Günther J. mit dem Titel „Gefragt wie ein Popstar“ über einen Auftritt an der Goethe-Universität in Frankfurt a.M. veröffentlicht. In diesem Artikel wurde die Tochter des Prominenten mit vollem Namen, ihrem Alter und dem Kindschaftsverhältnis zu Günther J. erwähnt. Diese Informationen waren zuvor bereits mehrfach im Rahmen diverser Presseberichte veröffentlicht worden.

Die zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung zwölf Jahre alte Tochter des TV-Moderators wollte dem Verlag nun die Berichterstattung darüber untersagen, dass sie ein Kind des Fernsehmoderators ist.

Entscheidung des Gerichts

Der Bundesgerichtshof wies die Klage der Tochter von Günther J. mit Urteil vom 29.04.2014 – Az. VI ZR 137/13 - ab.

Zwar bestätigte der BGH, dass die Minderjährige durch die Bekanntgabe ihres Vornamens, ihres Alters und des zwischen ihr und dem Fernsehmoderator bestehenden Kindschaftsverhältnisses in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt werde ...

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