Rezension Öffentliches Recht: Bewertung von KMU

von Dr. Benjamin Krenberger

Ihlau / Duscha / Gödeke, Besonderheiten bei der Bewertung von KMU, 1. Auflage, Gabler 2013


Von RA Andreas Ihns, Fachanwalt für Familienrecht, Lübeck



KMU - kleine und mittelgroße Unternehmen, die wegen ihrer z. T. ausgeprägten Nischenstrategie auch "Hidden Champions" (Hermann Simon, Hidden Champions, Campus Verlag 2012) genannt werden, spielen in der deutschen Wirtschaft eine zentrale Rolle. Nach einer Schätzung des IfM sind 99,6 % der Unternehmen in Deutschland sog. KMU. Dieser Unternehmenstyp dürfte deshalb den Kanzleialltag der meisten Kanzleien dominieren.


In dem vorliegenden, in 1. Auflage erschienenen Buch dreht sich alles um die Frage, wie diese Unternehmen zu bewerten sind. Diese Frage spielt nicht nur im Rahmen der Preisfindung beim Kauf oder Verkauf eine Rolle. Auch bei der Unternehmensnachfolge, der Bemessung der Erbschaftssteuer oder der Ermittlung von Ausgleichszahlungen (z.B. einer Abfindung eines ausscheidenden Gesellschafters) kommt es ganz entscheidend auf Bewertungsfragen an. Juristen kommen hier, wenn sie nicht täglich mit KMU zu tun haben, schnell an Grenzen. In meinem Kanzleialltag stellen sich Bewertungsfragen vor allem im Familien-und Erbrecht, es geht um die Bemessung von Zugewinnausgleichszahlungen, die Planung von Unternehmensnachfolgen und Ausgleichszahlungen an weichende Erben. Zugegeben, die Bewertung wird in der Regel nicht die Aufgabe des Anwaltes sein - meist tritt man den Steuerberatern des Mandanten oder Sachverständigen gegenüber und erfährt von diesen, welchen Unternehmenswert sie für "gut" erachten. Als Anwalt sollte man allerdings in der Lage sein, Steuerberater und Gutachter zu verstehen, zu kontrollieren und deren Ergebnis seinem Mandanten zu erklären. Hier leistet mir das 270 Seiten starke Werk von Ihlau, Duscha und Gödekehervorragende Hilfe ...

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