Rezension Zivilrecht: Sorge- und Umgangsrecht

von Dr. Benjamin Krenberger

Völker / Clausius, Das familienrechtliche Mandat, Sorge- und Umgangsrecht, 6. Auflage, Deutscher Anwaltsverlag 2014


Von Richter am Amtsgericht Carsten Krumm, Lüdinghausen



Wenn ein juristisches Buch für die Praxis mehr als zwei oder drei Auflagen erlebt, dann haben die Autoren alles richtig gemacht. Dies gilt auch für Völker und Clausius, die das von Oelkers ins Leben gerufene Standardwerk familienrechtlicher Anwaltsliteratur „Das familienrechtliche Mandat, Sorge- und Umgangsrecht“ nunmehr selbst seit 4 Auflagen weiter führen. Auf mehr als 700 Seiten ist das Buch mittlerweile angewachsen.


Inhaltlich geht es zunächst um das wichtigste Thema: die elterliche Sorge (§ 1 des Buches). Hier werden zu Beginn die Grundsätze zur elterlichen Sorge, gemeinsame Sorge und Alleinsorge, dargestellt und auch die Begrifflichkeiten der Personen und Vermögenssorge einschließlich der Vertretungsproblematik des § 1629 BGB. Ein nächster wichtiger Block des Buches sind die Erläuterungen zu § 1666 BGB, also zu Verfahren, in denen es um sorgerechtliche Maßnahmen wegen Kindeswohlgefährdungen geht. Auch hier sind die Darstellungen sehr umsichtig – nicht nur die regelmäßigen Probleme im Bereich der Personensorge werden aufgezeigt, sondern auch Vermögenssorgeschwierigkeiten.


Allen Darstellungen gemein ist die klare Gliederung, eine sparsame Fettung einzelner Stichworte im Text und vor allem in inhaltlicher Hinsicht die Verknüpfung von materiellem Recht und den begleitenden verfahrensrechtlichen Normen (i.d.R.) des FamFG. Etwa 40 Seiten des Buches widmen die Autoren dann der Verteilung der elterlichen Sorge in den Fällen der Trennung und Scheidung. Hier finden sich dann auch Sonderfragen, wie die Bedeutung von Erkrankungen/Behinderungen oder von religiösen Überzeugungen für die Erziehungseignung eines Elternteils ...

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