Ein rauschender Ball, sauber verwandelt - von Christian Franz

von Christian Franz, LL.M.

11teamsports hat am 6. Juni 2014 die Eröffnung seines Flagship-Stores in Berlin gefeiert: ein Musterbeispiel für eine gelungene online-to-offline-Vertriebsstrategie unter planmäßiger Ausnutzung des online gewonnenen Markenwerts. Eine Fallstudie.

Es war ein gelungener Einstand für 11teamsports: geballte Prominenz von Arne Friedrich bis Bushido, ein Unterhaltungsprogramm unter Beteiligung der shop-in-shop-Partner Nike und Adidas und ein Auftritt des fußballaffinen Rappers Dú Maroc begleiteten in sehr berlinerischer Weise die Eröffnung des neuen Fußballtempels. Was die Filiale über eine profane Neueröffnung erhebt, ist ihr vertriebsstrategischer Hintergrund.

Das Buzzword “online-to-offline” wird in Europa bislang in erster Linie als Unterfall einer mobilen Vertriebsstrategie verstanden, bei der unter anderem die Standortdatenauswertung im Rahmen von Apps und die spontane Bedürfnisbefriedigung im Vordergrund stehen. Aber: online-to-offline ist kein Synonym für mobile oder local.

Dass online-to-offline richtig verstanden weniger die Ausnutzung neuer (mobiler) technologischer Möglichkeiten beinhaltet, sondern vielmehr ein Instrument der Reputationsübertragung darstellt, wird dabei übersehen. Insbesondere in China war das bereits in der Vergangenheit anders; etwa seit Beginn dieses Jahres prägt der Begriff sehr verstärkt auch die Diskussion (und die Aktivitäten) in der westlichen Welt. Die Zahlen in den USA sind bereits beeindruckend und werden in Europa absehbar (vermutlich von den Samwer-Brüdern ) nachgebaut ...

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