“Würdevolles Sterben im Hospiz? Ja…..gute Sache. Aber bitte nicht in unserer Nachbarschaft!”

von Liz Collet

Der Header ist (wie Sie sich sicher schon denken) natürlich kein wörtliches Zitat. der Nachbarn.

Aber so ähnlich muss man es sich vielleicht vorstellen.

Dass sie vermutlich nichts gegen Hospiz und eine Möglichkeit eines Ortes haben, an dem Menschen sich gut aufgehoben auf den letzten Weg machen.

Aber bitte eben……………nicht in der Nachbarschaft. Weil das unzumutbare Beeinträchtigungen mit sich bringt. Letzteres ist nämlich in der Tat vorgebracht worden.

Und wenn Nachbarn derlei unzumutbare Beeinträchtigungen durch ein Hospiz befürchten, ziehen sie auch vor Gericht. Vor das Verwaltungsgericht Arnsberg zum Beispiel. Das hat nun entschieden über die Nachbarklage gegen Errichtung eines Hospizes.

Der geplante Umbau und die Erweiterung eines Wohnhauses an der Rheinstraße in Hagen zu einem Hospiz mit acht Plätzen hat eine wichtige rechtliche Hürde genommen. Mit einem jetzt bekanntgegebenen Urteil vom 13. Mai 2014 hat das Verwaltungsgericht Arnsberg eine Nachbarklage gegen das Vorhaben abgewiesen.

Die beklagte Stadt Hagen hatte der Stiftung, die das Hospiz errichten will, eine sogenannte Bebauungsgenehmigung erteilt. Mit ihr wurde die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens festgestellt.

Dagegen hatten die Eigentümer eines benachbarten Wohnhauses geklagt und zur Begründung trugen sie vor,

  • das Hospiz verletze ihren Anspruch auf Erhaltung des reinen Wohngebiets, in dem ihr Haus liege.
  • Außerdem sei mit unzumutbaren Beeinträchtigungen zu rechnen, unter anderem durch den 24-Stunden-Betrieb,
  • durch die bauliche Anordnung verschiedener Räume
  • und durch die An- und Abfahrten von Besuchern und Mitarbeitern.

Dieser Argumentation ist das Gericht nicht gefolgt. Die Richterinnen und Richter der 4 ...

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