Beschneiungsanlage im Birkhuhngebiet

Wenn trotz des beträchtlichen Umfangs eines Bauvorhabens und der damit verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft sich das Vorhaben gemessen an Größe und Zweck der Schutzgebiete noch in einem Rahmen hält, kann seitens der Verwaltung dieses Vorhaben durch Befreiungen von Verboten der Landschaftsschutzgebietsverordnungen geregelt werden. Die erhebliche Bedeutung für den Wintertourismus und die regionale Wirtschaftsentwicklung in den Gemeinden im Umkreis des Vorhabens spricht für das überwiegende öffentliche Interesse an dem Vorhaben.

So hat das Verwaltungsgericht München in dem hier vorliegenden Fall über den Eilantrag von Naturschutzverbänden entschieden, die sich damit gegen eine Beschneiungsanlage im “Ski-Paradies Sudelfeld” gewehrt haben, und den Antrag abgelehnt. Den Antrag haben der Deutsche Alpenverein e.V. und der Bund Naturschutz in Bayern e.V. mit der Absicht gestellt, für die Beschneiungsanlage samt Speicherbecken einen Baustopp zu erreichen.

In seiner Entscheidung hat das Verwaltungsgericht München ausgeführt, dass seine Entscheidung auf einer Abwägung zwischen den Interessen des Freistaats Bayern und der Bergbahnen Sudelfeld KG am sofortigen Vollzug der ausgesprochenen Genehmigungen einerseits und dem von den beiden Verbänden geltend gemachten Interessen an einem Baustopp andererseits beruht. Zwar erscheint auch dem Verwaltungsgericht eine für Natur und Landschaft folgenlose Rückabwicklung des Bauvorhabens ausgeschlossen. Es konnte aber nach der in einem Eilverfahren allein möglichen summarischen Prüfung keine durchgreifenden Anhaltspunkte dafür erkennen, dass das Vorhaben nach der Durchführung des Hauptsacheverfahrens aus rechtlichen Gründen scheitern könnte ...

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