Ach so, keine Wiedervorlagen (123.158 € gespart)

Der Insolvenzverwalter hatte meinen Mandanten angeschrieben und behauptet, er habe von der Schuldnerin Leistungen in anfechtbarer Weise erhalten (was wohl nicht ganz von der Hand zu weisen war). Er möge doch bitte zügig einen niedrigen sechsstelligen Betrag überweisen (§ 143 InsO in Verbindung mit §§ 129, 131 Abs. 1 Nr. 2 InsO). Da der gesetzliche Zins für meinen Mandanten aber immer noch billiger als sein Bankkredit war, schrieb ich mir mit dem Verwalter ein paar Briefe hin und her und tauschte phantasievolle Argumente aus. Irgendwann pokerte ich und antwortete nicht mehr - und richtig, die Reaktion lies auf sich warten. Als der Kollege die Akte jetzt - vermutlich zufällig - wiedergefunden hat, war sein Anspruch schon verjährt (§ 146 InsO). In ebenso seltener wie befremdlicher Offenheit schrieb er:
"Wiedervorlagen werden in der Kanzlei nicht genutzt."
Ich will jetzt nicht auf der Haftung des Insolvenzverwalters nach § 60 InsO herumreiten ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK