Umstellung von Erdgas auf Biomethan – jetzt oder nie?!

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Anlagenbetreiber, die eine Umstellung ihrer Stromerzeugungsanlage auf den Einsatz von Biomethan planen, sollten sich sputen. Der Entwurf für das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), den das Bundeskabinett am 8.4.2014 beschlossen hat (wir berichteten), definiert den Zeitpunkt, zu dem eine Anlage in Betrieb genommen wird, neu. Das führt dazu, dass mit Erdgas betriebene Stromerzeugungsanlagen, die nach dem Stichtag des 1.8.2014 auf Biomethan umgestellt werden, dem Regelungsregime des EEG 2014 unterfallen werden. Sie unterliegen dann deutlich schlechteren rechtlichen Rahmenbedingungen: So soll nicht nur der Zubau von Biomasseanlagen künftig begrenzt werden. Es gelten auch verringerte Vergütungssätze. Außerdem soll die verpflichtende Direktvermarktung ausgeweitet werden. Alle Betreiber von BHKW, die eine Umstellung ihrer Stromerzeugungsanlage auf den Einsatz von Biomethan planen, sollten prüfen, ob eine Inbetriebnahme noch vor dem 31.7.2014 möglich ist.

Wer ab August umstellt, unterfällt dem neuen Recht

Nach derzeitigem Recht bestimmen sich die Vergütungsvoraussetzungen und die Vergütungshöhe des EEG bei der Umwidmung auf einen Biomethaneinsatz nach den Vorgaben, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Stromerzeugung im BHKW aus Erdgas galten. Denn der Inbetriebnahmebegriff des § 3 Nr. 5 EEG 2012 stellt darauf ab, wann der Generator einer Anlage nach Herstellung ihrer technischen Betriebsbereitschaft zum ersten Mal in Betrieb gesetzt wurde; unabhängig davon, ob er dabei mit Erneuerbaren Energien, Grubengas oder sonstigen Energieträgern betrieben wird. Damit kann beispielsweise ein mit Erdgas befeuertes BHKW, das im Jahr 2009 in Betrieb genommen und im Jahr 2012 auf Biomethan umgestellt wurde, eine Vergütung nach dem EEG 2009 erhalten ...

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