Glück gehabt: Androhung von “Moskauer Inkasso” führte zum Erfolg

von Rainer Pohlen

Seit etlichen Verhandlungstagen beschäftigen wir uns vor einer großen Strafkammer des Landgerichts Düsseldorf mit einem Fall von Kapitalanlagebetrug, bei dem rund 90 Anleger zu Schaden gekommen sind. Auf rund 1,6 Millionen Euro beläuft sich der aus der Anklage ersichtliche Schaden. Mehr als ein halbes Dutzend Geschädigte wurden inzwischen gehört, von denen einige recht dramatische Auswirkungen des Betruges auf ihr Leben berichteten.

Gestern war das anders. Da sagte ein Zeuge aus, der offensichtlich ziemlich gut situiert ist und als Aufsichtsrat und Vorstandvorsitzender von börsennotierten Unternehmen eigentlich nur schwer mit gefakten Aktienpaketen zu betrügen war. Aber auch der war bei seinem Investment auf die Versprechungen eines Telefonverkäufers hereingefallen und hatte zunächst nicht bemerkt, dass die ihm angedrehten Aktien in Wirklichkeit nicht von einem veritablen US-amerikanischen Pharmakonzern, sondern von einem namensähnlichen Unternehmen ohne tatsächliche geschäftliche Aktivitäten ausgegeben wurden.

Als dem Mann ein Licht aufging, wandte er sich an die Polizei ...

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