Was bedeutet eigentlich “Pflichtteilsergänzung” ?

von Andreas Abel

Rechtsanwalt Andreas Abel, Fachanwalt für Erbrecht und Fachanwalt für Steuerrecht

Vom Pflichtteil hat man schonmal gehört. Vielleicht auch von der Pflichtteilergänzung. Aber was ist das ? Und wie wirkt er sich der Anspruch auf Pflichtteilsergänzung im Erbfall aus ? Hierzu ein paar erklärende Anmerkungen.

Kinder, Ehegatten und – wenn keine Kinder vorhanden sind – Eltern des Erblassers haben auch einen erbrechtlichen Anspruch, wenn sich nicht zur Erbfolge gelangen, etwa weil der Erblasser in seinem Testament andere Personen als Erben eingesetzt hat. Sie erhalten die Hälfte des Wertes dessen, was sie bei Eintritt der gesetzlichen Erbfolge erhalten hätten. Voraussetzung ist die Geltendmachung des Anspruchs innerhalb von drei Jahren nach Kenntnis von der Enterbung.

Der Erblasser kann aber dafür sorgen, dass an seinem Todestag möglichst wenig Vermögen vorhanden ist, etwa indem er zu seinen Lebzeiten Geldbeträge oder Grundvermögen bereits an andere Personen überträgt. Meist erfolgen diese Übertragungen ohne Gegenleistung, also als Schenkung. Praktisch könnte man somit den Pflichtteilsanspruch völlig aushöhlen und sich sozusagen “armschenken”, wodurch der oder die Pflichtteilsberechtigten auch um ihren Pflichtteilsanspruch gebracht würden. Schließlich wird der Anspruch aus dem berechnet, was am Todestag noch beim Erblasssr vorhanden war ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK