150. Geburtstag

von Liz Collet

Er war der Sohn eines Notars, der in Marktbreit in der Nähe von Würzburg am 14. Juni 1864 zur Welt kam.

Sein Geburtshaus war viele Jahre unbekannt. Das Ehepaar Konrad und Ulrike Maurer hat - wie hier berichtet – es inzwischen gefunden und dort ein kleines Museum eingerichtet, in welchem auch persönliche Gegenstände des Arztes ausgestellt werden, dessen Name jedem bekannt ist durch eine Erkrankung, die aufgrund gesteigerter Lebenserwartung zunehmende Bedeutung gewinnt.


Der Psychiater war in Frankfurt am Main in der „städtischen Anstalt für Irre und Epileptiker“ tätig, wo die Begegnung mit der Patientin Auguste Deter für seine Forschung bedeutsam werden sollte. Die Ehefrau eines Eisenbahnkanzlisten war bis dahin nie auffällig geworden, fing jedoch mit 51 Jahren an, sich merkwürdig zu verhalten und konnte den Alltag nicht mehr bewältigen.

Aufzeichnungen über Schreibübungen mit der Patientin wurden 1995 von Prof. Konrad Maurer, emeritiertem Professor für Psychiatrie und ehemaligem Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Frankfurt am Main zusammen mit zwei anderen Ärzten in dem Krankenhaus gefunden, in dem Alois Alzheimer früher tätig war.

Das Rätsel der Krankheit Auguster Deters wurde von Alois Alzheimer erst nach ihrem Tod und der 1906 erfolgten Untersuchung ihres Gehirns bei der Autopsie lösen. Darin erkannte er bis dahin unbekannte Veränderungen: So waren viele Eiweißablagerungen zu sehen, die bei der Erkrankung eine wichtige Rolle spielen. Sie sorgen dafür, dass Hirnzellen absterben und die intellektuellen Leistungen nachlassen. Alois Alzheimer zog die richtigen Rückschlüsse aus seiner Untersuchung ...

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