Sommer, Sonne, Bikini…

Durch die Veröffentlichung eines Lichtbildes, das einen Prominenten zeigt und zufällig auch eine mit Bikini bekleidete Frau, verletzt das Recht am eigenen Bild sowie das allgemeine Persönlichkeit und ist daher zu unterlassen. Ein Anspruch auf Entschädigung besteht dagegen nicht. So entschied kürzlich ds Oberlandesgericht Karlsruhe.

In der Printausgabe der BILD vom 10.05.2012 wurde in der Rubrik „Sport“ von einem Raubüberfall auf einen bekannten Profifußballer berichtet. Unter der Überschrift „A. am Ballermann ausgeraubt“ befand sich der nachfolgende Text:

„Sonne, Strand, Strauchdiebe. Gestern sahen wir … Star A. in pikanter Frauen-Begleitung am Ballermann… Jetzt wurde er Opfer einer Straftat…“

Inhalt des Berichts war u. a. ein Foto- Ausschnitt, auf dem der Fußballstar an einem öffentlichen Strand vor einer Abfalltonne zu sehen war. Im Hintergrund war eine Frau zu erkennen, die auf einer Strandliege lag und mit einem lilafarbenen Bikini bekleidet war.

Durch diesen Bericht sah die Betroffene ihre Rechte verletzt und ging gegen die Verleger der Bildzeitung gerichtlich vor. Im Rahmen ihrer Klage hat sie beantragt, eine erneute Veröffentlichung des Bildes zu unterlassen und ihr eine angemessene Entschädigung zu bezahlen. Das LG Karlsruhe hat die Klage abgewiesen. Die dagegen gerichtete Berufung hatte teilweise Erfolg.

Entscheidung des Gerichts

Das OLG Karlsruhe hat mit dem Urteil vom 14.05.2014 (AZ:6 U 55/13 ) die Verlegerin verurteilt, die Veröffentlichung des Bildes zu unterlassen. Einen Anspruch auf Entschädigung hat das Gericht hingegen verneint und die Klage insoweit abgewiesen.

De Visu / Shutterstock.com

Durch die Veröffentlichung des Fotos habe die Verlegerin das Recht der Betroffenen am eigenen Bild verletzt und zugleich in das allgemeine Persönlichkeitsrecht eingegriffen. Die betroffene Frau sei auf dem Foto identifizierbar abgebildet ...

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