Evangelischer Referent muss Kirchenmitglied sein – Diskriminierungsklage abgelehnt

von Thorsten Blaufelder

Jedenfalls gehobene Posten dürfen die Kirchen und ihre Organisationen nur mit Kirchenmitgliedern besetzen. Dies ist vom Selbstbestimmungsrecht der Kirchen gedeckt und daher keine unzulässige Diskriminierung, wie das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg in Berlin ein einem am Dienstag, 03.06.2014, bekanntgegebenen Urteil im Fall einer Referentenstelle entschied (AZ: 4 Sa 238/14).

Beklagt war das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung in Berlin. Es war 2012 aus der Fusion der Diakonie Deutschland und der evangelischen Entwicklungshilfe-Organisation Brot für die Welt entstanden.

Mit einer Stellenausschreibung suchte das Werk 2013 „einen Referenten/eine Referentin“, der oder die die Umsetzung der Antirassismuskonvention der Vereinten Nationen durch Deutschland untersuchen sollte. Dies sollte in einen „unabhängigen Bericht“ münden. Als Voraussetzung war in der Ausschreibung die Mitgliedschaft in der evangelischen oder einer anderen christlichen Kirche genannt.

Auf diese Stelle bewarb sich erfolglos die Klägerin, die keiner Kirche angehört. Sie wurde gar nicht erst zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Mit ihrer Klage macht sie geltend, sie sei aus religiösen Gründen unzulässig diskriminiert worden ...

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