Die widersinnige stundenweise Anmeldung eines Jagdhundes

von Martina Schlosser

Das Verwaltungsgericht Potsdam hatte über einen Fall zu entscheiden, in dem sich ein Jäger gegen eine Verfügung der Ordnungsbehörde wehrte, mit der ihm unter Androhung eines Zwangsgelds aufgegeben wurde, seinen Hund anzumelden.

In dem betreffenden Fall war der Kläger Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark und seit 2006 Inhaber eines gültigen Jagdscheins. Er übt im Eigenjagdbezirk „… “ die Jagd auch selbst aus. Seit 2009 ist er Halter eines reinrassigen „Kleinen Münsterländers“, dessen Brauchbarkeit als Jagdgebrauchshund für die Such-, Drück- und Treibjagd auf Niederwild (ohne Rehwild) und Raubwild vom Landesjagdverband Brandenburg bestätigt wurde.

Anfang des Jahres 2010 wurde der Kläger durch eine Mitarbeiterin der Beklagten (Fachbereich Ordnung und Sicherheit) darauf angesprochen, dass sein Hund aufgrund seiner Größe und seines Gewichts entsprechend den Vorgaben der Hundehalterverordnung des Landes Brandenburg -HundehV- angemeldet werden müsse. Die Vorlage eines Führungszeugnisses sei nicht erforderlich, weil die Zuverlässigkeit des Klägers als Jäger bereits geprüft wurde. Dies lehnte der Kläger unter Verweis auf den Umstand, dass es sich bei seinem Hund um einen Jagdgebrauchshund handele, ab. Der Landkreis Potsdam-Mittelmark, Untere Jagdbehörde, bestätigte, dass zu den dienstlichen Aufgaben des Klägers auch der Jagdschutz gehöre. In Erfüllung dieser Aufgabe sei u. a. das Halten und Führen eines nach JagdHBV brauchbaren Jagdgebrauchshundes erforderlich.

Nichtsdestotrotz gab die Beklagte mit Ordnungsverfügung dem Kläger auf, seinen Hund der Rasse „Kleiner Münsterländer“ mit dem Rufnahmen „Aki“ unverzüglich, spätestens nach Rechtskraft dieser Verfügung, gemäß § 6 HundehV anzumelden. Zugleich drohte die Beklagte dem Kläger ein Zwangsgeld in Höhe von 500,00 Euro an, falls dieser der Aufforderung nicht nachkomme ...

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