Rezension Zivilrecht: Arbeitsrecht in Krise und Insolvenz

von Dr. Benjamin Krenberger

Mückl, Arbeitsrecht in Krise und Insolvenz, RWS-Skript 376, 1. Auflage, RWS 2014


Von stud. iur. Patricia M. Popp, Wiesbaden



In Deutschland geraten jährlich zahlreiche Unternehmen in eine existentielle Krise, die Insolvenz schließt sich in nicht weniger zahlreichen Fällen zumeist fast zwangsläufig an. Nach Angabe des Statistischen Bundesamts waren im vergangenen Jahr 2013 etwa 26.000 Unternehmen vom unfreiwilligen Aus betroffen. Selbstverständlich sind die arbeitsrechtlichen Implikationen immens, die sich aus dieser Bestandsaufnahme sowohl für die jeweils betroffenen Unternehmen, als auch für die dort beschäftigten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ergeben. Hier knüpft das neue Buch von Patrick Mücklan. Der Autor, promovierter Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Düsseldorfer Dependance der renommierten Kanzlei Noerr LLP., erweist sich als ausgewiesener Spezialist in diesem juristischen Genre.


Nach dem Vorwort und dem obligatorischen Literaturverzeichnis – das angesichts der Spezialität des Themengebiets recht überschaubar ausfallen musste – machen insgesamt acht große Kapitel den Bestand des Buches aus. Zunächst widmet sich der Autor den gesetzlichen Grundgegebenheiten, insbesondere den jüngst eingeführten Neuerungen, wobei die Bezugnahme auf den erst kürzlich abgeschlossenen Koalitionsvertrag zur laufenden 18. Legislaturperiode die Aktualität des Buches unterstreicht.


Das zweite Kapitel richtet sich dezidiert an den Insolvenzverwalter. Hier werden insbesondere das Schicksal der Leistungsverpflichtung des Arbeitgebers in der Insolvenz und die Möglichkeiten der Flexibilisierung von Vergütung und Arbeitszeit, aber auch die Haftungsverpflichtungen des Insolvenzverwalters abgehandelt. Gerade die Risiken, die die an der Abwicklung federführend beteiligten Akteure treffen können, dürfen nicht unterschätzt werden ...

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