BGH zur Nacherfüllung: Sachverständigenkosten sind erstattungsfähig!

von Sebastian Betz

Die Kläger kauften bei der Beklagten Massivholzfertigparkett, das sie anschließend durch einen Schreiner in ihr Wohnhaus einbauen ließen. Dieser ging dabei nach einer von der Beklagten mitgelieferten Verlegeanleitung vor.
Nach einiger Zeit zeigte das Parkett Verwölbungen und andere Veränderungen auf.

Die Kläger rügten den Mangel bei der Beklagten. Diese lehnte eine Nacherfüllung ab, da ihrer Ansicht nach die Mängel durch eine zu niedrige Raumfeuchte verursacht wurden. Daraufhin beauftragten die Kläger einen Sachverständigen, dessen Honorar sie selbst trugen. Der Gutachter kam zu den Ergebnis, dass die Mängel durch eine unsachgemäße, jedoch nach der Verlegeanleitung zulässigen Verlegung, hervorgerufen wurden. Die Kläger minderten daher den Kaufpreis um 30 Prozent.

In zweiter Instanz entschied das Gericht voll zu Gunsten der Kläger. Der BGH hatte nur noch über die Kosten des Sachverständigen zu entscheiden, gegen die sich die Revision ausschließlich richtete. Nicht unerwartet urteilte der BGH zugunsten der Klägerin:

§ 439 Abs ...

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