Tod in der Zelle: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen 8 Vollzugsbedienstete

von Rainer Pohlen

Ein 28-jähriger Kosovare, der Anfang April anlässlich seiner unfreiwilligen Rückführung nach Ungarn mehrere Lufthansa-Stewardessen mit einer Rasierklinge bedroht haben soll, so dass der Flug nach Budapest abgebrochen werden musste, ist – wie spiegel-online berichtet - gestern in der JVA Landshut unter noch ungeklärten Umständen zu Tode gekommen.

Der Mann soll zunächst in seiner Zelle randaliert und ein Fenster eingeschlagen haben. Mit einer Glasscherbe habe er sich selbst verletzt und sei dann auf die Beamten, die ihn beruhigen wollten, losgegangen. Dabei sei auch ein Beamter verletzt worden. Mit Mühe sei es schließlich 8 Justizbediensteten gelungen, den Mann zu Boden zu bringen. Im Laufe des “massiven Gerangels” wollen die Beamten dann festgestellt haben, dass es dem Mann “nicht gut gehe”. Der habe sich mit einem Mal nicht mehr geregt.

Ein Sanitäter der JVA und ein hinzugerufener Notarzt hätten den Mann reanimiert, heißt es weiter. Der sei aber wenige Stunden später im Krankenhaus gestorben. Laut Staatsanwaltschaft liege es nahe, “dass das Handeln der JVA-Angestellten Mitursache des Todes war”. Jetzt werde gegen alle 8 an dem Einsatz beteiligten JVA-Mitarbeiter wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.

Ich denke, dass vorschnelle Schuldzuweisungen wenig Sinn machen ...

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