Legalese Folge 18: Joint Venture und Pattsituationen – Auflösung von Gesellschafterkonflikten

Unternehmen gründen oder beteiligen sich an einem Joint Venture, um Expertise zu bündeln, Risiken zu streuen oder neue Märkte zu erschließen. Die Joint-Venture-Partner sind häufig zu gleichen Teilen am Gemeinschaftsunternehmen beteiligt. Dann ist es wichtig, im Joint-Venture-Vertrag Konfliktlösungsmechanismen vorzusehen. Sonst droht bei grundlegenden Meinungsverschiedenheiten eine Pattsituation (Deadlock). Diese kann zum Stillstand führen und existenzbedrohend sein.

Auf erster Stufe sollte versucht werden, bereits die Entstehung eines dauerhaften Entscheidungsstillstands zu verhindern:

Es ist möglich, ein Letztentscheidungsrecht einzuräumen oder einen Stichentscheid vorzusehen. Diese Rechte können etwa dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung oder im Geschäftsverteilungsplan über Ressortzuständigkeiten zugewiesen werden. Es ist auch denkbar, dass das Letztentscheidungsrecht zeitlich, zum Beispiel nach Ablauf eines Geschäftsjahrs, rotiert jeweils oder nach Ausübung des Sonderrechts auf den anderen Partner übergeht ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK