Der Weltkongress des Verfassungsrechts tagt, und ich darf nicht hin

von Maximilian Steinbeis

Im Juni trifft sich die Verfassungsrechtswissenschaft der Welt in Oslo zu einer großen Konferenz. Die findet nur alle paar Jahre statt, und ich fände das ganz spannend, so gebündelt zu beobachten, wie Verfassungsjuristen aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt miteinander reden, welche gemeinsamen Themen sie haben, welche Unterschiede sichtbar werden. Also bot ich der FAZ einen Artikel dazu an, die fand das eine schöne Idee und bestellte einen Bericht. Ich schrieb an die auf der Konferenz-Website angegebene Stelle eine Mail und bat, mich als Journalisten zu akkreditieren.

Das war am 14. März.

Heute habe ich Antwort bekommen:

Due to the circumstances of overbooking, we cannot offer any preferred arrangements for journalists. We have a long waiting list so we cannot guarantee you will be registered as a participant. However, you may still come if you want and arrange a meeting with the communication’s manager for the congress, Ms. Elise Koppang Frøjd.

Ah so. Alles klar. Ich kann also nicht über den Kongress berichten. Aber ich darf gerne nach Oslo fahren und mit Ms. Elise Koppang Frøjd ein Interview führen.

Ich habe im Prinzip nichts dagegen, Ms. Elise Koppang Frøjd kennen zu lernen. Sie ist bestimmt eine interessante Frau mit einem interessanten Job als “communication’s manager” eines Kongresses, der kein Interesse daran hat, dass die FAZ über ihn berichtet. Aber ich glaube, ich werde dafür dann doch lieber nicht einen Flug nach Oslo buchen. Ich werde Ms ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK