Diskriminierung am Amtsgericht! Und dann auch noch falsch vorgetragen...

Ein blinder Rechtspfleger-Anwärter am Amtsgericht in einer hessischen Stadt benötigt zum Bearbeiten von Akten und Dokumenten sowie zum Lesen einen Assistenten. Auf die Anzeige bewarb auch ein sehbehinderter ausgebildeter Informatikkaufmann.

Doch nach dem Bewerbungsgesprch fiel er durch. Er erhob Klage und verlangte Schadensersatz wegen Diskriminierung, weil - nach seiner Auffassung - er nur aufgrund seiner Sehbehinderung abgelehnt worden sei.

Das Amtsgericht hingegen behauptet, dass es die Bewerberin eingestellt habe, die der Rechtspflegeranwärter wollte und als am besten geeignet angesehen habe. Der Rechtspfleger "fühle sich in ihrer Umgebung wohl". Zudem habe der Bewerber im Vorstellungsgespräch eine leserliche handschriftliche Verfügung eines Richters nicht entziffern können.

Im Prozess vor dem Arbeitsgericht stellte sich heraus, dass dem Bewerber nicht die Chance eingeräumt wurde, seine Fähigkeiten zu beweisen. Bei dem "Lesetest" habe er nur eine Handlupe als Hilfsmittel einsetzen können, da sein eigentliches Lesegerät trotz Bestellung nicht vorlag ...Zum vollständigen Artikel


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