Am längeren Hebel

von Mirko Laudon

Immer wieder einmal kommt es vor, dass sich erstinstanzlich Verurteilte vor Rechtskraft ihres Urteils ins Ausland absetzen. So auch hier: Ein 62-jähriger, vom Landgericht Frankenthal in vier Prozesstagen wegen schweren sexuellen Missbrauchs und sexuellen Missbrauchs von Kindern unter 14 Jahren sowie wegen Besitzes und Weitergabe von kinderpornographischem Material zu vier Jahren Haft verurteilt, legte gegen dieses Urteil Revision ein und nahm dann den Flieger in Richtung Thailand. Zuvor soll er seinen Hausstand sowie seine Konten aufgelöst und sich von ein paar Freunden und Bekannten „für immer“ verabschiedet haben – er fliege nur „one way“ verkündete er stolz auf seinem Facebook-Profil.

Am Strand chillen ist nett, aber der Staatsanwalt sitzt oft am längeren Hebel // Foto: Dr. Stephan Barth / pixelio.de

Staatsanwaltschaft sitzt häufig am längeren Hebel

Sehr häufig erweist sich ein solches Verhalten allerdings als nicht sehr erfolgversprechend – so auch hier: Nachdem die Staatsanwaltschaft von dem Abschied via Facebook erfuhr, beantragte sie einen internationalen Haftbefehl, fror seine weiteren Gehaltszahlungen ein und sperrte den Pass des 62-jährigen ...

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