Das Recht auf eine selbstbestimmte Erwerbsbiographie

von Liz Collet

………ist der Titel einer Veröffentlichung zu Studienergebnissen der Hans Böckler Stiftung 2014.

Sie behandelt Fragen, die

mit den veränderten Verhältnisse in der Arbeitswelt und neue Formen der Lebensführung einhergehen, welche dazu geführt haben, dass die typischen Lebensläufe erwerbstätiger Menschen vielfältiger und reicher an Wechseln geworden sind.

Das Leitbild „Normalarbeitsverhältnis“ als langjährige ununterbrochene Vollzeiterwerbstätigkeit in einem Betrieb hat ausgedient. Es funktionierte lange Zeit als Leitbild zur Gestaltung unserer sozialen Sicherungssysteme, der Arbeitsmarkt- und Tarifpolitik und hatte deshalb auch normative Prägekraft für Lebensbereiche außerhalb der Erwerbsarbeit. Es wurde gestützt durch die Hausfrauenehe und einem Steuersystem, das ungleiche Einkommen zwischen Eheleuten begünstigte. Heute sind Frauen stärker in die Erwerbsarbeit einbezogen, jeder zweite neu geschlossene Arbeitsvertrag ist befristet und jede dritte Ehe wird geschieden.

Der technologische Wandel erfordert eine permanente Anpassung der Qualifikationen. Das lebenslange Lernen ist vom Ideal einer Bildung, die zur Selbstbestimmung befähigt, zur schieren Notwendigkeit zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit geworden. Der Gesetzgeber hat auf diese Veränderungen jedoch bislang nur teilweise und nicht ausreichend reagiert ...

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