Rezension Öffentliches Recht: Medienrecht

von Dr. Benjamin Krenberger

Fechner, Medienrecht, 15. Auflage, Mohr Siebeck 2014


Von Ref. iur. Arian Nazari-Khanachayi, Frankfurt am Main



Die vierte Staatsgewalt. So werden Medien des Öfteren bezeichnet, obgleich sich diese Rolle nicht – jedenfalls nicht zwingend – aus dem Staatsrecht ableiten lässt. Vor dem Hintergrund eines solchen Verständnisses muss man also dem Medienrecht die Rolle des Kontrolleurs der anderen Staatsgewalten zuweisen, geht es doch bei der Trennung zwischen den Staatsgewalten nicht nur um Gewaltenteilung, sondern und gerade auch um „Checks and Balances“. Doch das Medienrecht genießt heute eine weitere Funktion: Zwar soll es nach wie vor den Medien Freiräume vor staatlichen Einflussnahmen sichern, indessen kontrolliert es vornehmlich das Meinungsbildungspotential der Medien insofern, als die gefahrbeinhaltende Dominanz gesellschaftlicher Gruppierungen verhindert werden soll (vgl. auch S. 2). Prof. Dr. Frank Fechner, Professor für Öffentliches Recht, insbesondere öffentlich-rechtliches Wirtschaftsrecht und Medienrecht an der TU Ilmenau, liefert nun zum 15. Mal im Jahresrhythmus eine Neuauflage seines vorzüglichen Lehrbuchs zum Medienrecht. Gerade die dynamische Entwicklung der mit dem Medienrecht in Verbindung zu bringenden Rechtsgebiete (dazu sogleich mehr) erfordert das Neuerscheinen in diesen kurzen Intervallen.


Formal ist das Lehrbuch sehr übersichtlich und zudem sprachlich äußerst ansprechend konzipiert. Fechner arbeitet mit vielen Schaubildern, die sowohl die systematischen Zusammenhänge zu vermitteln im Stande sind als auch Prüfungsreihenfolgen vorgeben: So wird etwa auf S. 79 – im Anschluss an die abstrakten Ausführungen – ein Schaubild zum Abwägungsvorgang zwischen dem Persönlichkeitsrecht und der Medienfreiheit präsentiert ...

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