Smart-TV – Dein datenfressendes Haustier

Wer kennt es nicht? Im Fernsehen läuft nichts Vernünftiges und man zappt sich einmal rauf und runter durch alle Sender. Wer stolzer Besitzer eines Smart-TV-Gerätes ist, weiß vermutlich nicht, dass er nicht nur einen schicken Fernseher hat, sondern sich zeitgleich auch eine kleine Datenkrake im Wohnzimmer hält. Und diesen füttert er täglich mit reichlichen Informationen – oftmals sogar mehr als auf dem Speiseplan steht.

Die Jagd nach Nahrung

Smart-TV- (oder auch Hybrid-TV) Geräte werden mittlerweile serienmäßig mit HbbTV ausgeliefert. Diese Technik bietet dem Verwender die Möglichkeit, über das normale TV-Bild via Internetverbindung eine Art Teletext mit weiteren Inhalten aufzurufen. Als Kehrseite ermöglicht die Internetverbindung auch einen Zugriff auf das Fernsehverhalten des jeweiligen Nutzers. Denn wie auch bei anderen Web-Systemen werden bei HbbTV Cookies verwendet, die Informationen über den Nutzer speichern.

Der abweichende Speiseplan

In einem gewissen Rahmen ist das Erheben von Daten auch bei der schlauen Variante des Fernsehens wohl datenschutzkonform. Dies gilt für die Fälle, bei denen personenbezogene Daten etwa für Abrechnungen oder besondere Dienste benötigt werden. Wie allerdings ein Forscherteam der TU Darmstadt herausgefunden hat, wird via HbbTV darüber hinaus das TV-Verhalten des Nutzers an Unternehmen wie Google Analytics weitergeleitet. Einige Geräte zeichnen minutiös auf, welche Sender gerade angeschaut wurden.

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