Schweißperlen auf der Stirn: wenn die E-Mail versehentlich an 270 Empfänger gesendet wird

von Rechtsanwalt Jürgen Just

Vermutlich ist es dem ein oder anderen schon einmal passiert: man hat eine E-Mail verfasst, klickt versehentlich auf den falschen Button und schon landet die E-Mail beim falschen Empfänger. Im schlimmsten Fall hat man die E-Mail versehentlich gar an sein ganzes Adressbuch verschickt.

Wenn der Inhalt der E-Mail dann auch noch vertraulicher Natur war, folgen die ganz großen Schweißperlen auf der Stirn. Nicht ganz so schlimm – aber ebenso ärgerlich – ist es, wenn man ein Rundschreiben an sein komplettes Adressbuch verfasst und dabei versehentlich sämtliche Empfänger-Adressen in das Empfänger-Feld einfügt. Was dann passiert, weiß sogar Wikipedia:

Jedem Adressaten werden auch alle anderen E-Mail-Adressen mitgeteilt.

Dennoch ist das nicht nur rein datenschutzrechtlich bedenklich. Bei Rechtsanwälten beispielsweise werden die Mandanten in der Regel kein Interesse daran haben, dass andere überhaupt von dem Mandatsverhältnis erfahren. Um eine solche Datenpanne zu verhindern, kann man sich diverser technischer Möglichkeiten bedienen. So bietet es sich beispielsweise an, das Adressbuch nicht mehr direkt in seinem E-Mail-Programm zu verwalten, sondern extern (beispielsweise in dem verwendeten Kanzleiprogramm). Auch gibt es das ein oder andere Add-On, das einen vor endgültigem Versand der E-Mail warnt, wenn im Header der Mail sämtliche Empfängeradressen auftauchen ...

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