Schrei vor Glück?

von Helene Klassen Rock

Der Online-Shop-Betreiber Zalando hat vor dem Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen den Fernsehsender RTL erwirkt.

Gegenstand des Verfahrens war ein Bericht im Rahmen der RTL-Sendung „Extra“, in dem schwere Vorwürfe gegen die Arbeitsbedingungen im Zalando-Logistikzentrum im thüringischen Erfurt erhoben wurden. Eine RTL-Journalistin war zu diesem Zweck für drei Monate undercover als Lagerarbeiterin im Logistikzentrum für den Online-Modehändler tätig. In der am 14.04.2014 ausgestrahlten Sendung hat RTL unter anderem berichtet, dass

  • es im Logistikzentrum Erfurt einen Todesfall gegeben habe
  • der Journalistin bei Kreislaufproblemen niemand Hilfe angeboten habe
  • die Mitarbeiter täglich bis zu 27 Kilometer zurücklegen müssten
  • die Personalabteilung angeordnet habe, keinen chronisch Kranken länger als sechs Monate „mitzuschleifen“
  • Zalando auf Bitte um Stellungnahme nicht reagiert habe

blurAZ / Shutterstock.com

Zalando hat sich bereits unmittelbar nach Ausstrahlung der Sendung auf seiner Webseite geäußert und Verbesserungen angekündigt. Dabei hat Zalando zu den Vorwürfen ausführlich Stellung genommen und u.a. erklärt, es habe sich zu keinem Zeitpunkt ein Todesfall im Erfurter Logistikzentrum ereignet. Im Falle der Journalistin sei ein Ersthelfer vor Ort gewesen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK