Ist guter Rat teuer?

Wir haben uns schon öfter zum Thema Vergütung geäußert, beispielsweise hier und hier.

Unsere Meinung ist, dass qualifizierte Beratung und Dienstleistung einen Wert hat und dieser sich im Preis wiederfinden muss. Und da wir glauben, dass wir eine sehr, sehr gute Leistung abliefern, die nur wenige andere so hinbekommen, kommen Dumping-Angebote für uns nicht in Frage (zum Glück sehen dass die meisten Kollegen auch so).

Trotzdem gibt es Situationen, in denen der Mandant uns zwar braucht, aber derzeit nicht bezahlen kann. Bei uns passiert dies gar nicht so selten, da wir häufig für Unternehmen in Krisensituationen und/oder Insolvenzverwalter arbeiten.

In solchen Fällen kommen zwei Vergütungsmodelle in Betracht: Ein Erfolgshonorar und eine Anteilsvergütung (neudeutsch auch "Consulting for Equity").

Erfolgshonorar

Während bei Unternehmensberatern alles ganz einfach ist, ist es bei Anwälten - natürlich - komplizierter.

Zum Erfolgshonorar bestimmt § 49b der Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) "Vereinbarungen, durch die eine Vergütung oder ihre Höhe vom Ausgang der Sache oder vom Erfolg der anwaltlichen Tätigkeit abhängig gemacht wird oder nach denen der Rechtsanwalt einen Teil des erstrittenen Betrages als Honorar erhält (Erfolgshonorar), sind unzulässig, soweit das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz nichts anderes bestimmt. Vereinbarungen, durch die der Rechtsanwalt sich verpflichtet, Gerichtskosten, Verwaltungskosten oder Kosten anderer Beteiligter zu tragen, sind unzulässig."

In § 4a des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) steht seit Juli 2008 immerhin, dass Erfolgshonorare (nur) für "den Einzelfall und nur dann vereinbart werden, wenn der Auftraggeber aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse bei verständiger Betrachtung ohne die Vereinbarung eines Erfolgshonorars von der Rechtsverfolgung abgehalten würde" ...

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