Haushaltsführungsschaden und demographischer Wandel

Bei der Regulierung schwerer Personenschäden sind sowohl der Geschädigte als auch der eintrittspflichtige Versicherer häufig daran interessiert, die grundsätzlich in Rentenform geschuldeten Leistungen für die Zukunft mit einer einmaligen Zahlung abzufinden.

Die Zahlung regelt die Ansprüche aus dem Erwerbsschaden, den Pflege- und Betreuungskosten, dem Haushaltsführungsschaden, aus weiteren vermehrten Bedürfnisse usw. Die Ansprüche werden kapitalisiert und in der Regel in Form einer Rente ausgeglichen. Weitere Informationen hierzu finden Sie in den Beiträgen Kapitalabfindung oder Rente und Kapitalisierung von Renten.http://www.ihr-anwalt.com/melanie-kamper.php

Melanie Kamper, Rechtsanwältin für Unfallopfer

Bei der Kapitalisierung des Haushaltsführungsschaden wird die Laufzeit der Rente meist kontrovers diskutiert. Denn lange Zeit wurde von Rechtsprechung und Literatur die Ansicht vertreten, dass ein Haushaltsführungsschaden nach dem 75. Lebensjahr nicht mehr eintritt, da die Arbeitskraft ohnehin nachgelassen hätte. Zunehmend setzt sich jedoch die Auffassung durch, dass der Haushaltsführungsschaden nicht auf das 75. Lebensjahr begrenzt werden kann.

Hierbei kommt dem Geschädigten die Beweiserleichterung des § 287 Zivilprozessordnung (ZPO) zugute, d.h. lediglich eine überwiegende Wahrscheinlichkeit muss für die eigenverantwortliche Führung des Haushaltes nach dem 75 ...

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