Das war ´ne schnelle Nummer!

von Rainer Pohlen

Amts- und Landgericht Düsseldorf

Eigentlich säße ich jetzt noch in einer Hauptverhandlung vor dem Landgericht Düsseldorf, aber manchmal kommt es halt anders als gedacht. Die Verhandlung hatte um 9:30 Uhr begonnen, aber weil zunächst nur ein nicht besonders bedeutender Zeuge gehört und dann eine mehrstündige Pause gemacht werden sollte, war ich mit meinen Mitverteidigern und dem Mandanten so verblieben, dass ich erst um 13 Uhr zur Vernehmung des zweiten für heute eingeplanten Zeugen anreisen würde.

Ich war dann auch pünktlich da und wurde von den Kollegen mit den Worten empfangen, dass es klug gewesen sei, am Morgen nicht zu kommen. Die Zeugenvernehmung habe nur eine Viertelstunde gedauert und viel sei nicht dabei herumgekommen. Dafür hätten sie jetzt schon mehr als drei Stunden gewartet.

Die für 13 Uhr geladene Zeuge, so wurde mir weiter mitgeteilt, habe den Termin abgesagt und dem Gericht ein ärztliches Attest zugefaxt. Das habe der Kammervorsitzende aber nicht akzeptiert ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK