Achtung Verjährung – Ein Weckruf

von Markus Moser

Das Thema Verjährung klingt trivial, ist aber von eminenter Bedeutung im Geschäftsleben. Dieser Beitrag ist ein kleiner Weckruf zur Bewusstseinsschaffung in Sachen Verjährung. Warum gibt es so etwas wie Verjährung überhaupt? Nun: Das Recht will nach einer gewissen Zeit Frieden schaffen. Die Gerichte sollen sich nicht mit Fragen aus dem Jahre Schnee herumschlagen.

Egal ob eine Forderung zu Recht oder zu Unrecht besteht; egal ob sie fünf Euro oder fünf Millionen Euro beträgt: Nach Ablauf einer bestimmten (oft ziemlich kurzen) Zeit ist der Rechtsanspruch verloren. Das nennt der Jurist Verjährung. Im Laufe der Jahrhunderte hat der Gesetzgeber dazu unterschiedlich lange Fristen geschaffen.

Die allgemeine Regel für Unternehmer muss gleich vorweg lauten: Ansprüche so schnell wie möglich durchsetzen, damit sich die Verjährungsproblematik erst gar nicht stellt. Auch wenn der Gang zum Rechtsanwalt bisweilen unangenehm ist, muss der Stier hier proaktiv an den Hörnern gepackt werden. Im Extremfall hilft nur noch die Einbringung einer Klage: Dadurch wird die Verjährung gehemmt.
Die Verjährung beginnt, wenn das Recht „das erste Mal hätte ausgeübt werden können“. Das klingt sehr abstrakt. Gemeint ist zum Beispiel: Ein Kaufpreis kann ab dem Tag der Fälligkeit eingeklagt werden. Von diesem Zeitpunkt an läuft die Verjährung. Die allgemeine („lange“) Verjährungsfrist beträgt dreißig Jahre, für juristische Personen sogar vierzig Jahre. Sie gilt immer dann, wenn es keine spezielle, kürzere Frist gibt. Dieser Zeitraum dürfte keine akute Hektik auslösen.

Viel gefährlicher ist die „kurze“ Verjährungsfrist ...

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