60.000 Amputationen pro Jahr vermeidbar : Wundversorgung in Deutschland

von Liz Collet

Defizite in der Wundversorgung haben drastische Folgen für Patienten, so stieg in Deutschland die Zahl der Amputationen von Gliedmaßen sprunghaft an.

Rund 60.000 Amputationen PRO JAHR wären jedoch nach Auffassung von Wundexperten vermeidbar.

Unter den Betroffenen bilden Diabetiker mit chronischen Wunden (diabetischer Fuß) und Patienten mit Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüssen einen besonders betroffene Patientengruppe. Ihre erhöhte Gefährdung kommt daher, dass sie nicht selten an Gefühlsstörungen leiden und daher keine Schmerzen haben mit der Folge, dass sie seltener oder oft zu spät zum Arzt gehen.

Im Beitrag Salamitaktik beim Amputieren | Video verfügbar bis 14.05.2015 wird auf Probleme der ärztlichen Falschbehandlung und die Folgen für Patienten eingegangen.

Die richtige Versorgung von Problemwunden ist aufwendig, für niedergelassene Ärzte und Fallpauschalen auch ein finanzielles Problem und so wird nicht selten pauschal ein Breitbandantibiotikum verordnet, ohne einen Wundabstrich zu machen. Wundbehandlung werde ausserdem in der Ausbildung nicht hinreichend berücksichtig. Es sei denn, sie würden in einem Spezialzentrum ausgebildet oder von Wundexperten fortgebildet.

Bei der Routineversorgung sind nur 35 Prozent der Wund-Patienten gut versorgt. In spezialisierten Zentren dagegen 88 Prozent.

Die durchschnittliche Heilungszeit ist in spezialisierten Zentren um das Sechsfache kürzer als in der Routine-Versorgung.

Allgemeinmediziner können Operationen nur in 15 Prozent der Fälle vermeiden, in Wundzentren werden 65 Prozent der Patienten ohne Operation behandelt ...

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