OLG München: Bild-online darf Gabriele Pauli doch nicht als „durchgeknallte Frau“ bezeichnen

von Nina Piazolo

Frau Gabriele Pauli ist vielen bekannt, nicht in erster Linie wegen ihres Politikeramtes – sie war Fürther Landrätin und CSU-Politikerin – sondern wegen ihres Aufrufes zum Sturz von Edmund Stoiber im Jahr 2006. Anschließend war Frau Pauli häufig in den Medien vertreten, und zwar auch nicht immer wegen Ausübung ihres politischen Amtes – sondern häufig in der Boulevardpresse.

Bei dem nun vor dem Oberlandesgericht München entschiedenen Rechtsstreit (OLG München, Urteil vom 13.05.2014, Az. 18 U 1224/1 Pre) ging es, wie das Onlineportal Juraforum berichtet, um einen Kommentar des Bild-Journalisten Franz Josef Wagner bei bild-online.de, der wie folgt lautet:

„Liebe Latex-Landrätin, im goldenen Minikleid (ohne Höschen, weil es unfotogen durchdrückt) begraben Sie ihre Karriere in der „Park Avenue“. Der Journalist sah in den Fotos „Domina-Posen“ „mit Latex-Handschuhen und gespreizten Beinen“. Es handele sich um „klassische Pornografie“.

Der entscheidende Kommentar folgte dann wie folgt:

„Ich sage es Ihnen: Sie sind die frustrierteste Frau, die ich kenne. Ihre Hormone sind dermaßen durcheinander, dass Sie nicht mehr wissen, was wer was ist. Liebe, Sehnsucht, Orgasmus, Feminismus, Vernunft. Sie sind eine durchgeknallte Frau, aber schieben Sie Ihren Zustand nicht auf uns Männer.“

Diese Berichterstattung wollte Frau Pauli nicht hinnehmen und klagte daher auf Unterlassung und Schadensersatz wegen Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts ...

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