Grenzen der Universalität – Was das Nachdenken über Tierrechte deutlich macht

Wo enden die universellen Rechte? Das fragt Saskia Stucki in ihrem Beitrag mit Blick auf die Rechte von Tieren. Menschenrechte für Tiere? Es ist eine wichtige Verunsicherung, die uns daraus entgegenklingt. Irgendwie ahnen wir doch, dass wir in unserem Umgang mit Tieren keinen konsistenten Regeln folgen. Wir lesen ständig über neue Erkenntnisse zum Schmerzempfinden von Tieren, wir wissen um die ökologischen Folgen der Fleischerzeugung – und trotzdem liegt der durchschnittliche Fleischkonsum in der EU bei 60 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Aber auch wer vegetarisch lebt, wird nicht unbedingt freundlich reagieren, wenn sich eine hässliche schwarze Spinne ins Schlafzimmer verirrt hat – und wird ihr vielleicht ohne großes Kopfzerbrechen den Garaus machen. Wo verlaufen die Grenzen dessen, was wir mit Tieren tun dürfen?

Tierrechte – wieso nicht?

Der Vorschlag, diese Frage “vom Tier her” zu betrachten und über Tierrechte zu sprechen, scheint zugleich ungewöhnlich und naheliegend. Ungewöhnlich, weil wir Rechte jahrhundertelang als etwas spezifisch menschliches betrachtet haben. Dass wir üblicherweise “Menschenrechte” und “universelle Rechte” als austauschbare Bezeichnungen verwenden, zeigt, wie wenig Rechte für andere Wesen als Menschen auch nur als auszuschließende Möglichkeit bedacht werden. Schon der Ausdruck der “Tierrechte” fordert dieses Verständnis heraus. Nun, da wir immer mehr lernen über die Fähigkeiten von Schimpansen, Delphinen, Elefanten, scheint es andererseits naheliegend, diese Begrenzung von Rechten auf Menschen zu überdenken. In der Vergangenheit wurden nach und nach Sklaven, Besitzlose, Frauen als Träger von Rechten anerkannt. Ist es nun an der Zeit, Tiere als solche anzuerkennen? Ich stimme Saskia Stucki zu, dass wir uns nicht auf den Ausdruck der “Menschenrechte” verlassen sollten ...

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