Die NSA-Affäre und die Glaubwürdigkeit der US-Konzerne

Die Flut an Meldungen im Zusammenhang mit der NSA-Affäre reißt einfach nicht ab. Kurz nach Beginn der Veröffentlichungen der Snowden-Dokumente wurde bekannt, dass die großen US-Internetfirmen, wie Facebook, Google, Microsoft oder auch Yahoo für die Teilnahme an dem NSA-Programm PRISM Zahlungen in Millionenhöhe erhalten haben sollen.

Reichweite der Teilnahmehandlungen

Unklar bleiben bislang, wie weit die Mitwirkungen der oben genannten Unternehmen reichen? Abgesehen von Yahoo dementierten die anderen Unternehmen den Erhalt von Ausgleichszahlungen oder gaben gar keinen Kommentar hierzu ab.

Und dabei verwundert es doch sehr, dass die betroffenen Unternehmen weiter nur Häppchenweise Informationen mitteilen. Nur so viel, wie durch die Veröffentlichungen der Medien sowieso schon an Licht gekommen sind. Hat gerade Microsoft bei Beginn der Affäre noch keinerlei Kommentar abgegeben, so musste der Konzern kurz darauf zugegeben, dass er der NSA Zugriff auf Skype, Outlook.com, Skydrive im Rahmen der „gesetzlichen Vorschriften“ gewährt. Die Unternehmen betonen dabei immer wieder, dass sie gern mehr mitteilen wollen, aufgrund der Gesetzeslage allerdings nicht dürften.

Auch neue Berichte betonen, dass Microsoft mit den Geheimdiensten „zusammengearbeitet“ hat, um z.B. Möglichkeiten der Umgehung der Verschlüsselung bei Outlook.com zu gewährleisten. Dies schaut vielmehr nach einer aktiven Mithilfe aus, als dass die Unternehmen lediglich Daten an Zugangspunkten zu ihren Netzwerken abgreifen lassen.

Glaubwürdigkeit verspielt

Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Meldungen und fehlender wirklich klarer Stellungnahmen der betreffenden Unternehmen stellt sich die Frage, in wie weit man den Anbietern und den von ihnen bereitgestellten Diensten überhaupt noch vertrauen kann.

Diese Frage haben sich offensichtlich auch schon die Unternehmen selbst gestellt, nachdem sie wohl bemerkt haben, dass das Nutzeraufkommen für ihre Dienste schwindet ...

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