Die Auslieferung nach Korea

Im Auslieferungsverfahren wird grundsätzlich nicht geprüft, ob ein hinreichender Tatverdacht besteht. Ein Auslieferungsersuchen darf nicht missbräuchlich gestellt worden sein. Hat das um Auslieferung ersuchende Land das Euroäische Auslieferungsübereinkommen ratifiziert, muss das Ersuchen den Bestimmungen dieses Übereinkommens entsprechen.

So das Oberlandesgericht Köln in dem hier vorliegenden Fall des ehemaligen Investors des World Conference Centers Bonn, der sich gegen das Ersuchen der Botschaft der Republik Korea gewehrt hat, ihn nach Korea auszuliefern. Der koreanische Staatsangehörige Man-Ki Kim befindet sich derzeit wegen Wirtschaftsstraftaten im Zusammenhang mit dem “World Conference Center” in Bonn (WCCB) in Strafhaft. Gegen ihn besteht ein Haftbefehl des Seoul Central District Court vom 24. Februar 2012, in dem ihm zur Last gelegt wird, im Juni 2008 Aktien der SMI Hyundai Corporation als deren Vorsitzender auf ein anderes Unternehmen übertragen und dabei über den Wert dieser Aktien getäuscht zu haben.

Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Köln genüge das Auslieferungsersuchen den formellen Voraussetzungen des Art ...

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