Ansatzfehler bei Berechnung der EEG-Umlage

von Dr. Peter Nagel

● Wolf von Fabeck, Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) ●


Im Jahr 2009 wurde das Umlageverfahren durch die Verordnung zur Weiterentwicklung des bundesweiten Ausgleichsmechanismus (AusglMechV) grundsätzlich umgestaltet. Zu Recht wird seit damals die EEG-Umlage immer kritischer diskutiert.


Die Diskussion beschränkt sich allerdings fast ausschließlich auf die Folgen der Umgestaltung

  • auf den Merit-Order Effekt: Je niedriger die Einkaufspreise an der Strombörse werden, desto höher wird die von den Endkunden zu zahlende EEG-Umlage
  • und auf die ungleichmäßige Belastung der verschiedenen Stromverbraucher mit der EEG-Umlage: Betriebe, die viel Strom verbrauchen und derentwegen die Stromversorgung besonders dringend auf Erneuerbare Energien umgestellt werden sollte, werden von der Zahlung der EEG-Umlage weitgehend befreit.

Der folgende Beitrag befasst sich weniger mit den Folgen, sondern mehr mit den Ursachen der Fehlsteuerung. Er zeigt, dass die EEG-Umlage nicht die Mehrkosten der Energiewende darstellen kann, weil bereits bei ihrer Berechnung zwei logische Fehler gemacht und hingenommen werden.


Die Bezeichnung EEG-Umlage und die Art und Weise, wie der Begriff in der energiepolitischen Diskussion verwendet wird, z. B. die Ausweisung auf den Stromrechnungen, signalisieren, dass es sich bei der EEG-Umlage um die Mehrkosten handelt, die aus der Markteinführung der Erneuerbaren Energien entstehen.


Fehler bei der marktwirtschaftlichen Bestimmung der EEG-Umlage


Die Mehrkosten entstehen angeblich dadurch, dass die EE-Anlagenbetreiber insgesamt eine höhere Einspeisevergütung erhalten, als ihr eingespeister Strom marktwirtschaftlich wert ist. Ein Zahlenbeispiel mit frei erfundenen kleinen Zahlen soll das verständlich machen:


Den Anlagenbetreibern steht eine EEG-Einspeisevergütung von 10 ...

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