Betriebsbedingte Kündigung kann ein ehebedingter Nachteil sein

Rechtsanwältin Julia Heller-Fenske

Wie lange ein geschiedener Ehepartner vom anderen Unterhalt beanspruchen kann, lässt sich schwer voraussagen. Eine jüngere Entscheidung des Bundesgerichtshofs Beschluss v. 26.03.2014 (XII ZB 214/13) überrascht durch das Einordnen einer betriebsbedingten Kündigung als ehebedingtem Nachteil.

In dem BGH-Fall war ein Ehepaar 1990 aus Ostdeutschland in den Westen umgesiedelt. Beide Eheleute suchten nach einer Beschäftigung in ihren erlernten Berufen. Während der Ehemann sofort eine Anstellung als Maschinist fand, arbeitete die Ehefrau nur vorübergehend als Ingenieurin in einem Kernkraftwerk, welches in 1992 schloss. Der Ehefrau gelang es nicht, in der Nähe von Neumünster eine Anstellung als Ingenieurin zu finden. Das Ehepaar entschied sich für ein Kind. Von 1994 bis 1998 blieb die Ehefrau zuhause. Nach erfolgter Umschulung arbeitete die Ehefrau seit 2001 als kaufmännische Angestellte. Bei Scheidung im Jahr im 2012 verdiente der Ehemann inzwischen mehr als doppelt so viel an Gehalt wie seine geschiedene Ehefrau ...

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