580.000,- € Schadensersatz nach fehlerhafter Operation wegen nicht erkannter Gerinnungsstörung der Patientin

von Ludwig Zimmermann


Das OLG Hamm hat entschieden, dass im Falle einer an einer Gerinnungsstörung leidenden Patientin, die grob fehlerhaft weil ohne Behandlung ihrer Vorerkrankung an der Hüfte operiert wird, so dass schwere Nachblutungen auftreten, die die Patientin versichernde Krankenkasse von dem Träger des für die Operation verantwortlichen Krankenhauses über 580.000 Euro Schadensersatz verlangen kann.
Die bei der Klägerin, einer gesetzlichen Krankenkasse, versicherte, im Jahre 1930 geborene Patientin aus Oer-Erkenschwick leidet an einer Gerinnungsstörung (erworbene Faktor-VIII Hemmkörper-Hämophilie) und der Autoimmunkrankheit SLE (Systemischer Lupus-Eythematodes). Im November 2005 führte das in Herten gelegene Krankenhaus des beklagten Trägers bei der Patientin eine Hüftoperation durch, ohne zuvor die Gerinnungsstörung zu diagnostizieren und zu therapieren. Bei der Patientin kam es zu schweren Nachblutungen, die mit zahlreichen Behandlungen stationär und auch intensivmedizinisch versorgt werden mussten. Die Kosten dieser Behandlungen hat die Klägerin aus übergegangenem Recht ihrer Versicherten vom beklagten Krankenhausträger als Schaden ersetzt verlangt.
Das LG Bochum hatte der Klage erstinstanzlich stattgegeben.
Das Klagebegehren hatte vor dem OLG Hamm Erfolg ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK